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Beschreibung des Kühl- und Heizsystems für Gesteinskörnungen
In Gebieten mit hoher Lufttemperatur und starker Sonneneinstrahlung sind besondere Maßnahmen zur Reduzierung der Frischbetontemperatur erforderlich.
Üblicherweise wurden bis heute große Betonmengen durch Zugabe von Scherbeneis anstelle des Wassers gekühlt. Bei hochwertigen Betonsorten ist jedoch eine Temperaturabsenkung durch Zugabe von Scherbeneis begrenzt, weil sonst der zulässige Wassergehalt überschritten werden würde. Da beim Kühlen mit Scherbeneis die Oberfläche der groben Gesteinskörner gekühlt wird, bleibt im Inneren der groben Körner noch eine wesentlich höhere Temperatur bestehen.
Unser System zur Kühlung der Gesteinskörnungen arbeitet vollautomatisch und mit geringem Energieeinsatz. Dadurch, dass die groben Gesteinskörnungen vollständig durchgekühlt werden, ist die Betontemperatur unmittelbar nach Herstellung des Betons auch nahe zu der, der Einbaustelle.
Für die Körnungen 10/20 werden jeweils zwei wasserdichte Silos als Aktivlager installiert. Während in jeweils einem Silo mittels 6 °C kaltem Wasser im Umströmungsbetrieb die Gesteinskörnungen gekühlt werden, wird aus den anderen beiden Silos mit den gekühlten Gesteinskörnungen Beton hergestellt. Das Kalt- und Mischwasser wird mittels Chillern hergestellt und in Kühlwassertanks gespeichert.
So wie zu hohe Außentemperaturen, das Kühlen der Zuschlagstoffe notwendig macht, um qualitativ hochwertigsten Beton zu erzeugen, wird es ebenso erforderlich, die Zuschlagstoffe zu beheizen, wenn die Außentemperaturen zu stark sinken.
Hierfür haben wir ein Heizsystem entwickelt, welches wir erstmalig beim Projekt „Fehmarnbelttunnel“ ausprobiert haben. Bei der Betonproduktion während des Winters wurden die Zuschlagstoffe beheizt, somit ließ sich der Beton besser verarbeiten, die gewünschte Festigkeit wurde erzielt und es kam zu keinerlei Rissbildung.

